b_180_180_16777215_00_images_Klimke_Urpferd_001.jpgVon Urpferdchen, modernen Pferden, Pferdesolarien und dem, was Pferde sonst noch brauchen

 

(Start der Gruppe zum Rundgang bei -11 Grad)

 

In der Unterrichtsreihe „Evolution des Lebens“ des Wahlpflichtunterrichtes Biologie der Klassen 10c und 10d stand die Entwicklung der Pferde auf dem Unterrichtsplan. Nathalie Griese, Schülerin der Klasse 10d machte den Vorschlag, den Unterricht in die Reiteranlage „Wulfshof“ der Familie Rustige in Echtrop zu verlegen. Referate könnten hier mit praktischer Anschauung und Demonstrationen verbunden werden. Auf dem Hof hat Nathalie seit Jahren ihr Pferd in Pension und Familie Rustige stellte uns freundlicherweise entsprechende Räumlichkeiten für Referate zur Verfügung. Nathalie und Yasmina Altehüser bereiteten Referate und Poster vor.

b_180_180_16777215_00_images_Klimke_Urpferd_002.jpgAm wohl kältesten Tag des Winters mit minus 11° C machten sich die Schülerinnen mit ihrem Lehrer Dr. Andreas Vogel und Lehrerin Beate Abel auf zur Reitanlage. Bei einem ersten Rundgang über die großzügige Reitanlage mit zahlreichen Stallungen und Reithallen wurden die Vorzüge der Pferde- und Ponyrassen besprochen.

b_180_180_16777215_00_images_Klimke_Urpferd_003.jpgFrau Rustige und ihre Mitarbeiterinnen, die hier eifrig arbeiteten, nahmen sich Zeit und gaben uns noch detailreiche Erklärungen zu den Pferden und der Pferdewirtschaft. Im „Reiterstübchen“ sammelte man sich zu Referaten, Posterpräsentationen und Diskussionen.

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Die Abstammung unserer heutigen Pferde stand im Mittelpunkt der Referate und Diskussionen.

b_180_180_16777215_00_images_Klimke_Urpferd_005.jpgBei der Entwicklung vom Urpferdchen, dem „Hyracotherium“, zum heutigen Pferd dem „Equus“, hat sich in den letzten 55 Millionen Jahren einiges verändert.

b_180_180_16777215_00_images_Klimke_Urpferd_006.jpgDas Urpferdchen war nur so groß wie eine Katze, hatte noch vier Zehen, lebte im unterholzreichen Wald und ernährte sich von Laub und Früchten. Durch trockeneres Klima verschwand auch bei uns der Wald und aus den waldbewohnenden Pferdchen wurden grasfressende Savannen- und Steppenbewohner. b_180_180_16777215_00_images_Klimke_Urpferd_007.jpgDie Anzahl der Zehen wurde weniger und am Ende der Entwicklung haben die heutigen Pferde nur noch einen Huf, der sich aus der mittleren Zehe entwickelt hat. Auch das Gebiss, die Zähne und die Größe der Pferde haben sich in der Entwicklungszeit stark verändert und sich dem Lebensraum der Steppe angepasst. Als letzte Phase der Evolution des Pferdes wird die Entwicklung vom Wildpferd zum Nutztier des Menschen vorgestellt und diskutiert. Der Mensch  nutzt das Pferd seit ca. 6000 Jahren als Reit- und Zugtier.

b_180_180_16777215_00_images_Klimke_Urpferd_008.jpg(Vorbereitung zur Reitvorführung)

Weitere Referatsthemen wie das Verhalten der Pferde, ihre Sinnesorgane, ihre Pflege und die für sie giftigen Pflanzen wurden besprochen. Nach einem wärmenden Tee ging es wieder zu den Pferden.

b_180_180_16777215_00_images_Klimke_Urpferd_009.jpgDer Pferdesport ist eine arbeitsreiche und zeitintensive Freizeitbeschäftigung. Nathalie benötigt täglich drei Stunden für Pflege und Reiten ihres Pferdes. Nathalie führte ihr Pferd vor und erläutere die in den Referaten angesprochenen Bereiche Anatomie, Fell und Hufe und deren Pflege. Sie sattelte und zäumte das Pferd und dann ging es unter das Solarium. Bei Kälte müssen die Pferde vor dem Reiten durch diese Wärmegabe ihre Muskeln erwärmen. Auch uns war das Solarium bei der Kälte sehr willkommen.

b_180_180_16777215_00_images_Klimke_Urpferd_010.jpgNathalie und Maren Tilemann führten uns dann professionelles Reiten vor. Man sah ihnen die Anstrengungen an, denn offenbar ist das Reiten eine sehr aktive Bewegung nicht nur des Pferdes, sondern auch des Reiters, der das Pferd führen muss.

b_180_180_16777215_00_images_Klimke_Urpferd_011.jpgEs braucht viel Übung, um dem Pferd das richtige Tempo, die Richtung und die unterschiedlichen Gangarten mitzuteilen.

Nach einer Abschlussbesprechung ging der spannende Vormittag zu Ende. Nur die Temperaturen hätten etwas gnädiger sein können.

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